Lesung und Gespräch mit dem Übersetzer und Herausgeber Hubert Witt, den Verlegern Marie-Luise Flammersfeld und Egon Ammann. Der Leipziger Synagogalchor, Leitung und Tenorsolist KS Helmut Klotz, umrahmt das Programm mit synagogalen Gesängen. Piano: Clemens Posselt

Abraham Sutzkever, einer der größten Poeten jiddischer Sprache, durchlitt das Wilner Getto: eingepfercht im Wartesaal des Todes; Mitwirkender bei den höchst erstaunlichen Kulturaktivitäten der Bewohner; Retter jüdischer Kulturgüter; Chronist und Dichter; Partisan; später Zeuge beim Nürnberger Tribunal. Seit 1947 lebt Abraham Sutzkever in Tel Aviv, jetzt 96-jährig. Seine Bände »Wilner Getto 1941-1944« und »Gesänge vom Meer des Todes« erschienen 2009 zusammen im Ammann Verlag. »Hubert Witt, dem Leipziger Germanisten und Übersetzer, sowie dem Schweizer Verleger Egon Ammann ist ein ungeahntes, in dieser Größenordnung vielleicht letztes Fundstück jiddischer Literatur zu verdanken.« (Die Welt)

Eintritt: 4,-/3,- Euro. Vorverkauf ab 10.2.2010 im Haus des Buches an der Rezeption, Mo-Fr, 9.00-15.00 Uhr, Kartenreservierungen unter Tel.: 0341/9954 134. Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und des Ammann Verlages
Detlef Köhler stellt in einer Kombination von Lesung und Astroshow seinen Roman »Interstellare Odyssee - Eine Sternenreise durch Raum und Zeit« (Projekte Verlag 2009) vor und spannt den Bogen von aktueller Astronomie und Raumfahrt bis hin zu philosophischen Themen. Mit anschließender Diskussion und Gespräch zum Buch und zur Weltraumforschung.
Detlef Köhler, Jahrgang 1962, studierte Physik und Astronomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Neben seinem Roman verfasste er das Sachbuch »Kontakt zum Weltraum - Die Wissenschaft auf der Suche nach Unseresgleichen im All«.

Veranstaltung des Freundeskreises Science Fiction Leipzig e.V.
Ulrike Draesner liest aus »Vorliebe« (Luchterhand Literaturverlag 2010). Moderation: Jürgen Krätzer

»Wenn man sich auf eine Physik einlässt, die normal nennt, dass ein Teilchen simultan durch zwei Schlitze fliegt, geht Ordnung flöten. Sprich: Sie spielt ihr eigenes Lied. Das Lied eines Lebens, das man noch gar nicht kennt, obwohl es das eigene ist.« Die Astrophysikerin Harriet steht plötzlich ihrer großen Liebe von einst gegenüber und ihr bisheriges Leben gerät aus seiner geordneten Umlaufbahn. Ein vermeintlich harmloses Liebesgetändel beginnt: Man ist ja offen, Heimlichkeiten und Eifersucht sind antiquiert, man verhält sich den Klischees der Gefühlswelt gegenüber abgeklärt. Ulrike Draesner erzählt in ihrem Roman von den romantischen Verwicklungen zwischen vorgeblich souveränen Menschen, die im Leben angekommen zu sein glaubten und zeigt sich als Meisterin der Perspektiven und Blickwechsel. Die Dichterin, Prosaautorin, Essayistin und Übersetzerin beeindruckt durch »ihre intellektuelle Freiheit, ihre Beweglichkeit und die in jeder Zeile spürbar persönliche Lesart. Ulrike Draesner ist der Glücksfall einer rundum Interessierten« (Deutschlandradio Kultur).
1962 in München geboren, studierte die Autorin Anglistik, Germanistik und Philosophie in München und Oxford. 1992 promovierte sie mit einer Arbeit zu Wolframs von Eschenbach »Parzival«. Ihr erstes Buch, der Gedichtband »gedächtnisschleifen«, erschien 1995. Für ihr publizistisches Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Bayrischen Staatsförderpreis für Literatur, den Preis der Literaturhäuser und den Droste-Preis. Ulrike Draesner lebt in Berlin.
Jürgen Krätzer, geboren 1959, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Halle und als Redakteur der Zeitschrift »die horen«.

Eintritt: 3,-/2,- Euro. Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und des Luchterhand Literaturverlages
Der 1859 in Ungarn geborene, deutschsprachige Jude Samuel Fischer wurde innerhalb weniger Jahre der gesuchteste deutsche Verleger der Moderne an der Wende zum 20. Jahrhundert. Er gestaltete die künstlerischen und geistigen Entwicklungen seiner Zeit mit, er machte mit seinem Unternehmen Literaturgeschichte. Doch von der Person weiß man fast nichts. Barbara Hoffmeister ist den Spuren des Verlegers nachgegangen und hat ein lebendiges Bild von Samuel Fischer entworfen.
»Barbara Hoffmeister arbeitet das Doppelwesen des Samuel Fischer klar heraus ... Kundig und prägnant lässt sie auch die signifikanten Etappen der Verlagsgeschichte Revue passieren.« (FAZ)

Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends e.V.
»Am Ende des Regenbogens« Stimmen vom Kap. Eine kulinarische Lesung

»Ich glaube fest daran, dass Südafrika der schönste Ort auf Erden ist… ich bin überzeugt, dass sogar der gewissenhafteste Kritiker mit mir übereinstimmen würde, dass wir mit einem wahrhaft wundervollen Land gesegnet worden sind.« (Nelson Mandela)
Südafrika ist nicht nur reich an Naturschönheiten, es hat so viel mehr. Dieser Abend erkundet das Land auf dem literarischen und musikalischen Weg und macht seine Kulturen kenntlich. Mit Reinhild Böhnke, Claudia Müller, Jan Zänker und anderen
Ein landestypisches Buffet erwartet Sie im Literaturcafé.

Eintritt 12,- EUR (inkl. Buffet). Wir bitten um Anmeldung bis zum 8.2.2010 unter 0341/9901543 oder unter genikus@web.de. Veranstaltung des Übersetzervereins Die Fähre e.V. und GENIKUS e.V.
EDIT - SEITENTRIEBE
Kristof Magnusson liest aus »Das war ich nicht« (Verlag Antje Kunstmann 2010).

»Bestimmt gibt es auch eine Zeit für das Privatleben. Frau. Kind. Später. Ich war erst 31. Zwischen dreißig und vierzig muss man brennen.« Ein junger Banker, auf dem Sprung zur großen Karriere. Eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor dem schön eingerichteten Leben mit Weinklimaschrank und Salzmühle mit Peugeotmahlwerk. Ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst. Drei Menschen, die sich unversehens in abenteuerlicher Abhängigkeit befinden. Wie konnte es dazu kommen? Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert. Das ist das Erschreckende, aber auch das Komische an diesem Roman, der mit großer Leichtigkeit von unheimlichen Zeiten erzählt. - Kristof Magnusson, 1976 in Hamburg geboren, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker und arbeitete als Sozialarbeiter in New York City. Ab 1998 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität Reykjavík. Heute lebt der Autor in Berlin und ist außerdem als Übersetzer aus dem Isländischen tätig.

Eintritt: 4,-/3,- Euro. Veranstaltung der Literaturzeitschrift EDIT
Aktualität des Mythos - Politische Mythen der Deutschen im Lichte des 20. Jahres der Deutschen Einheit

Anlässlich des 15. Jahrestages des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e.V. diskutieren Germanisten, Anglisten und andere Vereinsmitglieder: Elmar Schenkel, Georg Schuppener und Hans Ulrich Schmid, Reiner Tetzner und Maren Uhlig.
Inwieweit prägt mythisches Denken unser Verhalten im Alltag, in Kunst, Wissenschaft und Politik? Wie wurden Überlieferungen der Deutschen, z.B. das Nibelungenlied, verfälscht oder verklärt? Können nur Nationen wie Engländer und Franzosen stolz auf eine große Vergangenheit sein?

Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e.V.
Leitung: Regine Möbius
16.30 Uhr bis 21.30 Uhr
SCHOPENHAUER-JAHR 2010
Arthur Schopenhauer »Die Kunst, recht zu behalten«
Steffen Dietzsch und Bert Sander sprechen über den Philosophen. Matthias Hummitzsch liest ausgewählte Texte.

Mit seinem streitbaren Plädoyer »Die Kunst, recht zu behalten« lieferte Schopenhauer (1788-1860) eine brillante Einführung in die Tricks und Kniffe des erfolgreichen Argumentierens. Dabei ging es dem berühmten Philosophen sowohl um das rhetorische Vermögen, die eigenen Argumente geschickt zu vertreten, als auch darum, die Strategien der Gesprächspartner besser zu durchschauen. Unterhaltsam führen Steffen Dietzsch und Bert Sander durch dieses und andere Werke und begeben sich auf die Spuren eines der einflussreichsten Denker in Europa. »Schon in den 1840ern wetterte Arthur Schopenhauer auf bis heute beglückende Art gegen die verlockendsten Irrwege der irdischen Existenz. Den Konsumismus der Moderne kannte er da noch gar nicht, die flächendeckenden Glücksverheißungen der Werbung, den Hedonismus der Popkultur.«
Steffen Dietzsch, geboren 1943, studierte Philosophie und Geschichte in Leipzig. Von 1975 bis 1991 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften zu Berlin tätig und lehrt seit 1999 am Institut für Philosophie der Humboldt Universität Berlin.
Bert Sander, geboren 1960, arbeitete nach einem Studium der Philosophie in Leipzig als Sachbuchlektor beim Reclam Verlag Leipzig, als freier Journalist und als verantwortlicher Redakteur der Leipziger Blätter. Seit 1991 ist er Lehrbeauftragter für Philosophie an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein in Halle.

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig
»Paradies« heißt das Thema der diesjährigen Ausstellung. Erneut waren Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, Arbeiten in den Genres Malerei, Fotografie, Skulptur oder neue Medien einzureichen. Eine Jury wählte die Preisträgerarbeiten aus über 750 Einsendungen aus.
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Haus Steinstraße e.V. und Kulturamt der Stadt Leipzig
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.
Das Lyrik-Schaufenster der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. präsentiert Künstlerbücher aus dem 1986 gegründeten Berliner APHAIA VERLAG.
Als der Verlag 2007 seinen Almanach »Mythos des Unsichtbaren« veröffentlichte, vereinigte dieser Beiträge von 136 Autoren, Künstlern und Komponisten. Alle gehören sie zum Verlag, dessen Eigenheit es ist, vornehmlich Bücher herauszugeben, die Literatur, bildende Kunst und Musik zusammenführen. Um an dieser Dreieinigkeit festzuhalten, haben die Verlegerinnen Svea Haske und Sonja Wendeler ihrem Verlag den Namen der kretischen Göttin Britomaris gegeben, die als Aphaia auf der Insel Aigiana verehrt wurde. Bildet doch deren Tempel mit dem Pantheon-Tempel von Athen und dem Poseidon-Tempel auf Kap Sunion ein gleichschenkliges Dreieck: Musik, Poesie, Kunst.
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
© 2010 / Literaturhaus Leipzig