Ibrahim al-Koni liest aus »Die Magier« (Lenos Verlag 2011).
Der Autor in Lesung und Gespräch mit dem Übersetzer Hartmut Fähndrich.

Ein Nomadenstamm lagert in der Wüste im Südosten Libyens bei einem Brunnen, länger als die nach dem Gesetz der Wüstenbewohner erlaubten vierzig Tage. Eines Tages treffen Flüchtlinge aus dem Süden ein und bitten, in der Nähe des Lagers siedeln zu dürfen. Der Stammesführer gewährt es und der uralte Konflikt zwischen Nomaden und Sesshaften bricht erneut aus. Die Fremden missbrauchen nicht nur das Gastrecht und beginnen mit dem Bau einer Stadt nach dem Muster des legendären Timbuktu, aus dem sie geflohen sind. Mehr noch: Sie handeln mit Gold, dem unheilvollen Metall, bringen die neue Stadt zu ungeahnter Blüte. Doch berauben sie den Stamm seiner Lebensader, indem sie den Brunnen in die Stadt integrieren. Mit »Die Magier« schafft al-Koni ein gewaltiges Epos, das Geschich-te und Mythos, Weisheit und Tradition, Denken und Handeln einer der großen in ihrer Existenz be-drohten Nomadenkulturen der Welt festhält.
Ibrahim al-Koni wurde 1948 geboren und wuchs in einem Tuaregstamm in der Libyschen Wüste auf. Nach dem Studium der Literatur am Gorki-Institut in Moskau arbeitete er als Journalist in Warschau und Moskau. Seit 1993 lebt der Autor in der Schweiz. Für seine Arbeiten wurde er u. a. mit dem Literaturpreis der Stadt Bern, dem Libyschen Staatspreis für Kunst und Literatur, dem großen Literaturpreis des Kantons Bern und dem renommierten Scheich-S jed-Buchpreis ausgezeichnet.
Hartmut Fähndrich übersetzte u. a. Romane vonAlaa al-Aswani, Gamal al-Ghitani, er lebt in Bern.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig, des eurient e.V. und des Vereins die Fähre e.V, gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
Alexandra Shrayteh liest aus»Ständig Coca Cola«.
Die Autorin in Lesung und Gespräch mit Hartmut Fähndrich

In ihrem Erstlingswerk erzählt Alexandra Shrayteh in einem amüsant und leicht ironischen Ton die Geschichten dreier Freundinnen: Die eine Rumänin, die ihrem libanesischen Mann ins Land der Ze-dern folgt, sich dann von ihm trennt und schließlich von ihrem Freund ein Kind erwartet. Die zweite, mit einem deutschen Elternteil, stammt aus dem Libanongebirge und frönt dem Boxsport. Die dritte, die Erzählerin, gehört einer traditionellen schiitischen Familie an und studiert in Beirut. Beruf oder Studium, Familie oder Alleinsein, Freund oder Jungfräulichkeit sind die Fragen, die das Leben der jungen Frauen bestimmen.

Alexandra Shrayteh wurde 1987 geboren. Aufgewachsen im südlibanesi-schen Saida, studierte sie in Beirut. Zur Fortsetzung ihres Studiums ging sie in die USA.

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und des eurient e.V., gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
»Weltanschauungsarchitektur und Buchkunst« Vortrag von Henrik Hilbig

Die umfassenden Reformbewegungen um die Wende zum 20. Jahrhundert waren begleitet von einer Aufbruchstimmung, in der sich erweiterter Wissenschaftsglaube, Mystizismus und bürgerliche Bildungskultur an die Verschönerung und Besserung der Welt machten. Die von Rudolf Steiner angeregten Bestrebungen zu einer ›spirituell‹ begründeten Reform von Illustrationskunst und Graphikdesign verweisen auf die Wirkung von Idee und in praxi ausgeführter Umweltgestaltung.

Veranstaltung des Leipziger Bibliophilen-Abends e.V.
Sten Nadolny liest aus »Weitlings Sommerfrische« (Piper Verlag 2012).

Der Autor in Lesung und Gespräch mit Jens Sparschuh
Sten Nadolny unternimmt in seinem neuen Roman eine philosophische Zeitreise und zeigt, wie es wäre, in die eigene Vergangenheit zu reisen. In einem Sommergewitter kentert das Segelboot des angese-henen Berliner Richters Wilhelm Weitling. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon, muss aber feststellen, dass ihn sein Unfall fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen hat. Neugierig, aber auch mit sanfter Kritik begleitet er den Jungen, der er einmal war, durch die Tage nach dem Sturm. Wer ist er damals gewesen? Und wie konnte aus diesem Menschen der werden, der er heute ist? Muss er die Erinnerung an seine Eltern, seine erste Liebe, seine Berufswahl, sein ganzes Leben revidieren? Und wird er zu seiner Frau und in sein altes Leben zurückkehren dürfen? Sten Nadolny öffnet seinem verblüfften Helden nicht nur die Augen über sich selbst und führt ihn so zu unverhofften Erkenntnissen, sondern greift auch in seinen scheinbar vorgezeichneten Lebenslauf ein.

Sten Nadolny wurde 1942 in Zehdenick an der Havel geboren und lebt heute in Berlin und am Chiemsee. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt inzwischen zum modernen Klassiker der deutsch-sprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Nadolny u. a. die Romane »Selim oder Die Gabe der Rede«, »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich« und zuletzt den gemeinsam mit Jens Sparschuh verfassten Gesprächsband »Putz- und Flickstunde«. Für seine Werke wurde der Autor mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet.
Eintritt: 4,-/3,- EUR. Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig
»Die unerwartete Begegnung von Pessoa und Bach«

Joao Barrento, Literaturwissenschaftler und Übersetzer, spricht über »Lissabonleipzig« von Maria Gabriela Llansol.

Moderation: Markus Sahr. Lesung in Portugiesisch und Deutsch.

Daniel Wachsmuth (Cello) spielt Bach.
Mit zwei Kurzfilmen über das Universum von Maria Gabriela Llansol.

Joao Barrento führt in das Werk der höchst unkonventionellen Autorin Maria Gabriela Llansol (1931 - 2008) ein, die, mit zahlreichen Preisen geehrt, ein umfangreiches, teils von mittelalterlicher Mystik inspiriertes "uvre schuf. In dem vorzustellenden Text erfindet sie einen Raum: Lissabonleipzig, in demPortugal und Mitteleuropa sich überlagern. Hier ist Pessoa zu Gast bei Bach…

Veranstaltung des Vereins Die Fähre e.V., mit freundlicher Unterstützung von Direcçao-Geral do Livro
SCHREIBWERKSTATT für Kinder mit Constanze John:

Thema: Geheimnisvolles.

Anmeldung unter: Constanze.John@web.de bzw. telefo-nisch: 0175-6279951
SCHREIBWERKSTATT für Kinder mit Constanze John

Thema: Geheimnisvolles

Anmeldung unter: Constanze.John@web.de bzw. telefo-nisch: 0175-6279951
Bärbel Reetz spricht über »Hesses Frauen« im Anschluss »ARTE-Filmpremiere«

Am 9. August 1962, vor fast 50 Jahren, starb der Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse - Anlass genug ihm und seinem Werk einen Abend zu widmen. Mit »Der Steppenwolf«, »Siddharta« und »Unterm Rad« faszinierte Hesse Generationen. Man kennt ihn und sein Werk in aller Welt. Über seine Frauen weiß man jedoch wenig. Die Autorin Bärbel Reetz richtet ihren Blick auf die drei ungewöhnlichen Frauen Hesses und schafft es, gestützt auf Dokumente aus dem Nachlass, bisher wenig beachtete Facetten der Persönlichkeit Hesses sichtbar zu machen.

Nach dem Vortrag wird als Vorpremiere die Dokumentation »Hermann Hesse. Der Weg nach innen« (ARTE/SWR 2012)von Andreas Christoph Schmidt gezeigt, die am 8. August um 21.45 Uhr erstmals auf ARTE ausgestrahlt wird.

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und ARTE - Medienpartner des literaturhaus.net.
Liebe Freunde der Jungen Literatur!

In diesem Sommer veranstaltet das Netzwerk der Literaturhäuser zum ersten Mal eine Schreib-Akademie "Der andere Blick: Migrantinnen und Migranten in Deutschland, Österreich und der Schweiz" für künftige Reporterinnen und Reporter. Auch wir vom Literaturhaus Leipzig dürfen eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer der 10. oder 11. Klasse aus dem Raum Sachsen nach München entsenden.

Noch bis zum 22. Juni 2012 läuft ein Reportagewettbewerb, der Gewinner oder die Gewinnerin reisen im Sommer ins Literaturhaus München, wo die Akademie unter Leitung von Max Scharnigg und Christian Helten (Süddeutsche Zeitung | jetzt.de) stattfindet.

Wer ein Spürnäschen hat für das, was um uns herum vor sich geht, und das gerne knackig und mit einem Händchen für Details aufschreibt, sollte unbedingt einen Blick in die Ausschreibung werfen. Möglicherweise fährt sie oder er vom 26. Juli bis 2. August 2012 nach München ins Literaturhaus.

Die Ausschreibung samt Schreibaufgabe sowie das Bewerbungsformular könnt ihr gern unter kontakt@kuratorium-hdb.de anfordern.

Wir drücken die Daumen und freuen uns auf viele Bewerbungen und spannende Texte!
»Wege durch Dampf und Rauch« - 11. Elstercon (22. 6. - 24. 6. 2012)

Auf dem dreitägigen gesamtdeutschen literarischen Treffen sind zu Gast: Peter F. Hamilton (GB), George Mann (GB), Jack McDevitt (USA), Myra Çakan, Bernard Craw, Verena Klinke, Boris Koch, Jürgen Lautner, Felix Mertikat, Uwe Post, Peter Schünemann, Dirk van den Boom u.a.

Hunderte Science-Fiction-Fans werden sich auch an diesem Wochenende wieder versammeln, um renommierte Autoren des Genres zu treffen und sich auszutauschen. Unter dem Motto »Wege durch Dampf und Rauch« werden zwei überaus populäre Subgenres der Phantastik unter die Lupe genommen, zum einen Steampunk und zum anderen Military SF. Beide Richtungen sind zur gemeinsamen Präsentation geradezu prädestiniert - bilden sie doch zwei unterschiedliche Pole dieser Literaturgattung. Es finden Lesungen, Vorträge und Diskussionen zu diesen Themen, aber auch zu verwandten Inhalten statt. Die Verleihung des Kurd-Lasswitz-Preises zählt unbestritten zu den Höhepunkten des Treffens. Flankiert wird der 11. Elstercon von einem großen Buchmarkt und einem thematischen Rundgang durch die Stadt Leipzig.

Informationen und Anmeldung: www.fksfl.de

Eintritt: 3 Tage 35,- EUR; 2 Tage 30,- EUR; für Einzelveranstaltungen (ohne Buffet) sowie den Buch-markt je 5,00/2,50 EUR. Buffet-Karten (Sa) 10,- EUR (ohne Getränke).
Veranstaltung des Freundeskreises SF Leipzig e.V. mit Unterstützung des Kuratoriums Haus des Buches e.V., des Kulturamtes der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
SCHREIBWERKSTATT für Jugendliche und Erwachsene mit Regine Möbius

Montag, 25.06.2012, ab 17.00 Uhr, Hellerstraße 10 in 04179 Leipzig
Endzeitvorstellungen in der nordischen Literatur

Vortrag von Hans-Ulrich Schmid

In dem Vortrag sollen herausragende Zeugnisse aus der mittelalterlichen Literatur des Nordens (Völuspá) und aus dem althochdeutschen Sprachraum (Muspilli, Wessobrunner Schöpfungsgedicht) vorgestellt werden.

Eintritt: 3,- / 2,- EUR.

Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e.V.
Lesefest »Leipzig rollt«

Dies ist die Abschlussveranstaltung zum erfolgreichen Schülerschreibwettbewerb »Willkommen und Abschied …«, in der die Preisträger benannt und ausgezeichnet werden. Außerdem soll an diesem Abend das Sonderheft »Poesiealbum neu« zum Wettbewerb vorliegen.
Mitwirken werden die Lyrikerin Ulrike Almut Sandig, die Schülerband »Laessing - da geht was«, die Rapper Marcelemcy feat. Morris Lesky, sowie der Beatboxer Nutrion Rap.
Moderieren wird die Veranstaltung der Initiator und Organisator des Lyrikwettbewerbs Ralph Grüneberger.

Die Sponsoren - Buchhandlung Hugendubel Leipzig, Fahrradladen »Rücktritt«, Sparkasse Leipzig und Leipziger Verkehrsbetriebe - präsentieren sich mit Info-Ständen.

Eintritt: 2,50 EUR. Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
© 2012 / Literaturhaus Leipzig