»Frauen im Licht - Kunst im Licht von Frauen«
Eva Strittmatters Texte im Prisma von Kunst
Eva Strittmatter, eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts, verstarb 2011. Auf unglaublich berührende Weise vermochte sie es, besonders den Alltag von Frauen zu erfassen, die Dinge in dem ihnen innewohnenden ureigenen Licht erscheinen zu lassen. Von dieser Fähigkeit der Autorin haben sich unsere Künstlerinnen bei ihrem eigenen Schaffen zur Jahresausstellung inspirieren lassen, wollen sie im Prisma eigener Erfahrungen in allen Farben des Lichtes brechen und spiegeln.Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird der Isolde-Hamm-Preis verliehen.
Jahresausstellung der GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.
En passant-Gespräch mit Katja Klose
Künstlerinnengespräch zur Einzelausstellung: memory. Canada 2009
Dank eines Stipendiums vom DAAD verbrachte Katja Klose den Sommer 2009 bei den Cree- und Dene- Indianern in Reservaten des nördlichen Saskatchewan/Canada. Dort entstand eine Porträtserie von Menschen, die ihr mit großer Offenheit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit begegneten.
Veranstaltung der der GEDOK, Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.
EDIT im Garten Lesung & Fest
Paraskavedekatriaphobie - so nennen Fachleute die abergläubische Angst vor Freitag dem 13. Da der Redaktion der EDIT keine bekennenden Paraskavedekatriaphobiker angehören, veranstalten wir an einem solchen Tag ohne nennenswerte Beklemmungen unser traditionelles Sommerfest und feiern das Erscheinen unserer 59. Ausgabe. Dieses Heft hält allerhand Überraschungen bereit.
Wir ziehen an diesen Abend in den üppig begrünten Garten des Leipziger Literaturhauses, bauen einen Lesetisch auf, platzieren Mikrofone und verkabeln unsere Plattenspieler. Sobald alle da sind, wird vorgelesen, Musik gespielt und ausgiebig getanzt und gelacht. Allen Paraskavedekatriaphobikern sei versichert: Wir treffen jede nur erdenkliche Vorsichtsmaßnahme, um Missgeschicke zu vermeiden. Keiner wird an Leib und Seele Schaden nehmen, und wenn der Morgen graut, werden auch die Letzten literarisch reich beschenkt nach Hause gehen.
Das Programm gibt es in Kürze auf der Website www.editonline.de
Eintritt: 4,- / 3,- EUR. Veranstaltung der Literaturzeitschrift EDIT, mit freundlicher Unterstützung des Kuratoriums Haus des Buches e.V. und des Kulturamts der Stadt Leipzig

SOMMERFEST IM LITERATURHAUS
Johannes Kirchberg »Ein Mann gibt Auskunft«
In den Leipziger Kaffeehäusern schrieb der Dresdner Autor Erich Kästner seine ersten Gedichte, die nun durch einen Leipziger Chansonnier wieder auf die Bühne gebracht werden. Mit seinem Programm »Ein Mann gibt Auskunft« legt Johannes Kirchberg Kästners Texte an dessen Biografie an, sucht und findet Bezüge, die Gründe sind für so bekannte Strophen wie »Sachliche Romanze« oder »Monolog in der Badewanne«. In seiner Hommage macht Kirchberg eine tiefe Verbeugung vor dem Lyriker und präsentiert eigene Vertonungen. Er lässt Kästner mit großer schauspielerischer Überzeugungskraft und einfachsten Mitteln lebendig werden. »Wie Kirchberg Auskunft über den Literaten Kästner gibt, ist hörens- und sehenswert ... und weil er über viel schauspielerisches Talent verfügt, gibt es zur Musik Spielszenen von großer Eindringlichkeit« (Süddeutsche Zeitung)
Johannes Kirchberg wurde 1973 in Leipzig geboren, hat sein Musikstudium in Weimar absolviert und lebt heute in Hamburg. Mit seinen mittlerweile acht Programmen tourt er durch ganz Deutschland und ist damit auch in Frankreich und Litauen zu Gast. Für seine Chansons und Lieder wurde der Musiker u. a. mit dem Ernst Bader Preis, dem Preis für junge Songpoeten der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichnet und belegte den ersten Platz beim Stuttgarter Chanson- und Liedwettbewerb.
Die Unibigband Leipzig, gegründet 2006, spielt an diesem Abend für uns auf. Unter der Leitung des Saxofonisten Reiko Brockelt erklingen Swingstandards und Latin Jazz, gekonnt interpretiert von Studenten verschiedenster Fachrichtungen.
Eintritt: 5,-/4,- EUR. Kartenvorverkauf ab 9. 7. 2012 im Haus des Buches an der Rezeption, Mo-Fr,
8-15 Uhr. Reservierungen unter 0341/99 54 134.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig, gefördert von der BRC Vermögensbetreuung GmbH und dem Literaturcafé

Erwin Strittmatter »Nachrichten aus meinem Leben«
Jörg Gudzuhn liest aus Strittmatters Tagebüchern 1954-1973
Tagebuch führte Erwin Strittmatter fast sein Leben lang. Systematisch und chronologisch aber erst seit Juli 1954, nachdem das brandenburgische Schulzendorf sein Lebensort geworden war. Akribisch notiert er seine Tageserlebnisse: in Berlin, in der Natur oder auf Reisen, mit der Familie, mit Freunden und Feinden. Wenn er seine Beobachtungen beschreibt, entstehen literarische Kabinettstücke. So bewahrt er alles auf, was Rohstoff für das Werk sein kann, denn das steht im Mittelpunkt seines Lebens. Alle Anforderungen von außen, nicht zuletzt die der Familie, werden untergeordnet. Bei den daraus entstehenden Konflikten ist es immer wieder seine Frau Eva, die ihm Halt gibt. Sie hilft ihm aus seinen Schreibkrisen und den Depressionen, die oftmals seinem Jähzorn folgen. An die Grenze seiner Kräfte führen ihn dogmatische Kampagnen wie die gegen »Ole Bienkopp«. Mehr und mehr wird er zum desillusionierten, kritischen Beobachter der DDR-Realität. Enttäuschung und Zorn über die erstarrten Verhältnisse entlädt er in den Tagebüchern. Sie sind in vielerlei Hinsicht erhellend, nicht nur für Leser, die mit Strittmatters Werken vertraut sind.
Jörg Gudzuhn wurde 1945 in Seilershof/Ruppin geboren. Von 1966-1970 besuchte er die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Es folgten Bühnenengagements in Karl-Marx-Stadt, Potsdam und in Berlin am Maxim Gorki Theater. Neben dem Theater ist Jörg Gudzuhn auch aus Film und Fernsehen bekannt: Er erhielt u. a. den Adolf-Grimme-Preis.
Eintritt: 5,- /4,- EUR. Kartenvorverkauf ab 20.8.2012 im Haus des Buches an der Rezeption, Mo-Fr,
8-15 Uhr. Reservierungen unter 0341/99 54 134.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig

»Für Wolfgang Hilbig« lesen Thomas Böhme, Jayne-Ann Igel, Thomas Kunst und Clemens Meyer.
Moderation: Dieter Kalka
Die vier Autoren sind auf verschiedene Weise mit dem Dichter Wolfgang Hilbig verbunden. Von ihrer eindrücklichen Erfahrung mit der Poetik und der Person haben sie alle Zeugnis abgelegt: Böhme und Kunst jeweils in einem kurz nach seinem Tod geschriebenen Gedicht, Igel im Folgejahr in einem Essay und Meyer in seinem jüngst erschienenen Nachwort zum fünften Band der Hilbig-Werkausgabe. Am Vorabend von Wolfgang Hilbigs 71. Geburtstag präsentieren sie gemeinsam die poetische Kraft seines Werkes: Vier verschiedene Stimmen lassen es in vier verschiedenen Nuancen erstrahlen - verstärkt durch ihre eigenen Texte, in denen die individuelle Erfahrung nochmals deutlich wird.
Eintritt: 3,- / 2,- EUR. Veranstaltung der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.
Zum fünften Mal holten sich die GEDOK-Künstlerinnen Anregungen für ihre Jahresausstellung von einer Literatin. Das Gedicht "Licht I" der Lyrikerin Eva Strittmatter (1930-2011) ist es, das der diesjährigen Ausstellung ihren Titel gab. 23 Künstlerinnen zeigen ihre Arbeiten, greifen zentrale Motive aus Strittmatters Lyrik auf. So ist Unterschiedliches entstanden: Bilder, gemalt oder gezeichnet, Plastiken, literarische Texte, Kunsthandwerkliches, Fotografien, musikalische Improvisationen und schließlich eine Performance zur Finissage, die mit "BildKunstLicht" überschrieben ist.
Veranstaltung der GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.