Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

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22. Januar 2019 / 19.30 Uhr / Saal 3
Literatur und Film
»Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins«
Einführung: Sigrid Löffler
Milan Kundera (geboren 1929) gehörte vor und nach 1968 zu den Hauptakteuren der Reformbewegung in der ČSSR. Er »lebte bereits seit neun Jahren in Frankreich, als er 1984 ›Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‹ veröffentlichte. Es ist ein Buch der Freiheit, auch wenn es in einer Diktatur spielt, ein Buch des Überlebens und des trotzigen Anspruchs auf Glück - gegen die Zeitläufte und ihre Gewaltsamkeit« (Die Zeit).

Der Chirurg Tomáš und die Serviererin Teresa stürzen sich in eine »amour fou«. Teresa beginnt, während des Prager Frühlings als Fotoreporterin zu arbeiten, und dokumentiert den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes, der die Reformpolitik von Alexander Dubček beendete.

Die Suche des Paares nach Liebe und ihr Scheitern an Verrat, Betrug und Untreue machte Milan Kundera als Schriftsteller weltberühmt. Die amerikanische Verfilmung mit Juliette Binoche und Daniel Day-Lewis (Regie: Philip Kaufmann. Drehbuch: Jean-Claude Carrière (165 Min) wurde 1989 in den Kategorien ›Bestes adaptiertes Drehbuch‹ sowie ›Beste Kamera‹ für einen Oscar nominiert.

Sigrid Löffler arbeitete u. a. als Feuilletonchefin der »Zeit«, war Mitglied des »Literarischen Quartetts« und gab die Zeitschrift »Literaturen« heraus. Sie lebt als freischaffende Publizistin und Kritikerin in Berlin. 1986 berichtete Sigrid Löffler als Auslandskorrespondentin für die Wiener »Presse« von der Niederschlagung des Prager Frühlings.

Eintritt frei

Veranstaltung des Jungen Literaturhauses e.V. Das Projekt »Hoffnung aus der Skepsis. 50 Jahre Prager Frühling« wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


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