Neue Texte aus der weiten Welt
Eine Lesung mit Live-Musik anlässlich des Internationalen Übersetzertages.
Moderation: Markus Sahr
Der literarische Austausch von Sprachraum zu Sprachraum wird immer intensiver - nicht zuletzt dank einer kompetenten Gilde von Übersetzern. Hören Sie, was ausländische Autoren zu sagen haben und wie es ihre deutschen Sprachmeister, allesamt Mitglieder des Vereins Die Fähre, formulieren. Darüber hinaus geben diese auch gern Einblick in ihre oft kniffelige Arbeit am konkreten Text.
Yu Zhou singt chinesische Kunstlieder, begleitet von Sarolta Boros Gyevi am Piano.
Veranstaltung des Sächsischen Vereins zur Förderung literarischer Übersetzung Die Fähre e.V.
Thomas Fritz liest aus »Blick und Beute« (Merlin Verlag 2010).
Moderation: Andreas Schmitt
In seinem Roman erzählt Thomas Fritz von den tragikomischen Helden unserer Zeit. In Leipzig wird mit dem Industriellen Gregor de Kooning, eine Galionsfigur westdeutschen Optimismus entführt. Seine Kidnapper scheinen den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein: Dabei sind sie selbst Getriebene des Geschehens. In den Strudel der Ereignisse gerät auch ein zufälliger Zeuge. Der hat eigentlich Wichtigeres zu tun, denn er kämpft um seine Liebe, seine Tochter und seinen Führerschein.
Thomas Fritz wurde 1955 in Halle geboren, arbeitete als Verlagslektor und Dramaturg am Deutschen Theater in Berlin. Seit 1992 ist er als Hörspieldramaturg für den MDR tätig.
Veranstaltung des Merlin Verlages
Die Leipziger Film-Literatur-Messe ist die älteste und traditionsreichste Veranstaltung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Präsentiert werden Filmpublikationen aller Art.
Eintritt: 2,- EUR. Weitere Informationen unter www.leipziger-filmliteratur-messe.de
Nguyen Huy Thiep liest aus »Der pensionierte General« (Mitteldeutscher Verlag 2009)
Der Autor im Gespräch mit Günter Giesenfeld
Veranstaltung in Vietnamesisch und Deutsch
Die Veröffentlichung der Kurzgeschichte »Der pensionierte General« im Jahr 1986 gilt als Zäsur in der Geschichte der vietnamesischen Nachkriegsliteratur - als Geburtsstunde einer neuen, unangepassten und experimentell orientierten Generation von Schriftstellern, deren wichtigster Repräsentant der 1950 geborene Nguyen Huy Thiep bis heute ist. Seine Erzählungen thematisieren die Widersprüche, die Vietnam prägen: Stadt und Land, Tradition und Moderne, revolutionäre Moral und Kommerz. Die Sammlung von elf Erzählungen liegt erstmals in deutscher Übersetzung vor. »Ein echtes Leseerlebnis, das einer gekonnt schlicht gehaltenen und sehr konzentrierten Übersetzung zu verdanken ist.« (Neue Zürcher Zeitung) - Nguyen Huy Thiep machte 1970 sein Lehrerexamen und ging dann freiwillig für zehn Jahre als Dorflehrer in die Bergregion in der Provinz Tay Bac im Nordwesten des Landes. Seit 1980 wohnt er in Hanoi. Günter Giesenfeld ist Autor von Büchern und Artikeln zu Indochina. Er lehrte Neuere deutsche Literatur und Medien an der Philipps-Universität Marburg.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig, des Mitteldeutschen Verlages und der Freundschaftsgesellschaft Vietnam

Argentinische Expeditionen
Fotografien von Sabine Küchler
Geöffnet Mo-Do, 9.00-18.00 Uhr, Fr, 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Ausstellung des Kuratoriums Haus des Buches e.V.
Argentinische Expeditionen
Lesung, Gespräch und Ausstellungseröffnung mit María Sonia Cristoff, Sabine Küchler, Denis Scheck und Heinrich von Berenberg
Musik: Natalie Occhipinti (Piano), Sibylle Stier (Bandoneon & Akkordeon), Claudia Wandt (Gesang) sind Las Margeritas Misteriosas.
Einen Sommer lang begleitet das Stadtschreiber-Projekt »Rayuela« des Goethe-Instituts und des Netzwerks der Literaturhäuser Schriftsteller aus Argentinien, Deutschland und der Schweiz auf ihren Entdeckungsreisen diesseits und jenseits des Atlantiks. In Leipzig ist die aus Patagonien stammende Autorin María Sonia Cristoff zu Gast, die an diesem Abend über ihre Eindrücke und Erfahrungen in der Messestadt berichtet und aus ihrem Buch »Argentinische Gespenster« (Berenberg Verlag 2010) liest. Auch Sabine Küchler, Journalistin und Redakteurin beim Deutschlandfunk, war in Argentinien unterwegs. Auf der Suche nach rätselhaften Waldgöttern entstand ihr Reiseroman »Was ich im Wald in Argentinien sah« (Arche Verlag 2010). Gemeinsam mit Denis Scheck, Herausgeber und Moderator, gehen die Autorinnen auf Expedition, vom argentinischen Nebelwald durch die staubige Steppe Patagoniens bis ins Leipziger Scheibenholz. Abschließend lädt eine eindrucksvolle Ausstellung mit argentinischen Reisefotografien von Sabine Küchler ein zu einer ganz eigenen Reise durchs Land, musikalisch umrahmt von argentinischem Tango.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig, des Netzwerks der Literaturhäuser, des Goethe-Instituts, des Organisationskomitees für die Teilnahme Argentiniens an der Frankfurter Buchmesse COFRA und Litrix.de, mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes und ARTE als Medienpartner

Poetisches Podium
Sinn und Unsinn von Lyrikanthologien und deren buchhändlerische Bedeutung
Lesung und Gespräch mit den Lyrikern und Herausgebern Dorothea von Törne (Berlin), Anton G. Leitner (Weßling) und Alfred Schreiber (Dresden)
Moderation: Ralph Grüneberger
Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Massum Faryar liest aus »Buzkashi«.
Moderation: Klaus Servene
Massum Faryar wurde 1957 in Afghanistan geboren. Der Autor und Übersetzer lebt seit 1982 in Deutschland. Er ist der 15. Dresdner Stadtschreiber. Während seiner Zeit in der sächsischen Landeshauptstadt möchte er das Romanmanuskript »Buzkashi« vollenden. Dieser Titel stellt eine Verbindung zum gleichnamigen afghanischen Nationalsport her, bei dem die tapfersten und stärksten Männer aller Stämme zu Pferde um eine tote Ziege kämpfen - Sinnbild zugleich für das Schicksal Afghanistans. Der Erzähler Schaer ist Anfang 50. Geboren in Afghanistan lebt er seit Mitte der 80er Jahre in Deutschland. Im Herbst 2008 reist er in seine Heimat. »Unsere Taten ziehen Folgen nach sich und diese wiederum neue Taten« - die Lehre, die der Vater ihm vermittelte, prägt sein Leben. In einer bildreichen Sprache erzählt er von den Lebens- und Leidenswegen seiner Familie und gibt auf poetische Weise Einblicke in eine Region, die uns vor allem deshalb fremd erscheint, weil wir wenig über sie wissen.
»Märchen, Mystifikationen, magisch-realistische Situationen, bildlich dargestellte Landschaften und Oasen, politische und dramatische Vorgänge, kleine Lustspiele und tragische Welten werden durch dieses erzählerische Fenster zur Schau gestellt.« (Massum Faryar)
Klaus Servene ist Autor, Verleger und Herausgeber. Er lebt in Mannheim.
Eintritt: 3,- / 2,- Euro. Veranstaltung des Sächsischen Literaturrates e.V. und des Kuratoriums Haus des Buches e.V.

Auf dem dreitägigen gesamtdeutschen literarischen Treffen (17.09.2010 bis 19.09.2010)sind zu Gast: Greg Bear (USA), Kristine Kathryn Rusch (USA), Lukas Kollmer (Österreich), Marianne von Sydow, Christian von Aster, Boris Koch, Alexander Kröger, Thor Kunkel, Detlef Köhler, Karlheinz Steinmüller, Erik Simon, Stefan Lampadius, Tino Hemmann und andere.
Hunderte Science-Fiction-Fans werden sich auch an diesem Wochenende wieder versammeln, um renommierte Autoren des Genres zu treffen und um sich auszutauschen. Der Elstercon 2010 steht im Zeichen zweier Jubiläen: Die Veranstaltung findet zum zehnten Mal statt und der ausrichtende Verein feiert sein 25jähriges Bestehen. Die Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden sich mit der Frage »Woher? Wohin?« befassen. Schwerpunkt ist die Wandlung der SF-Literatur und -Szene, bedingt durch einen Generationswechsel der Autoren und der Leserschaft. Wie in den Vorjahren erwartet den Besucher von Freitagabend bis Sonntagmittag ein vielseitiges Angebot. Die Verleihung des Kurd-Lasswitz-Preises sowie des Deutschen Science-Fiction-Preises (Samstag, 18.09., ab 17.30 Uhr) zählen unbestritten zu den Höhepunkten dieses Treffens. Flankiert wird der 10. Elstercon von einem großen Buchmarkt und einem thematischen Rundgang durch die Stadt Leipzig.
Eintritt: 3 Tage 35,- EUR; 2 Tage 30,- EUR; für Einzelveranstaltungen (ohne Buffet) sowie den Buchmarkt je 3,-/2,- EUR. Buffet-Karten (Sa) 10,- EUR (ohne Getränke).
Weitere Informationen und Anmeldung: www.fksfl.de/elstercon/.
Veranstaltung des Freundeskreises SF Leipzig e.V. mit Unterstützung des Kuratoriums Haus des Buches e.V., des Kulturamtes der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

»um dieser Welten lust«
Hubert Witt in Lesung und Gespräch
Hubert Witt - Autor, Übersetzer, Herausgeber - hat sein Leben der Literatur gewidmet. Er sorgte dafür, dass die Leser in der DDR sich mit Lyrik des westlichen Deutschlands vertraut machen konnten, schrieb Essays über Böll, Kunert und Hermlin. Er gab Romane von Joseph Roth und Arno Schmidt, Gedichte und Geschichten von Bertolt Brecht und Briefe von Jürgen Teller heraus. Seiner sensiblen Übersetzung verdanken wir die Bekanntschaft mit so wichtigen Autoren der jiddischen Literatur wie Sholem Alejchem, Abraham Sutzkever und Lajser Ajchenrand. 1935 in Breslau geboren, arbeitete Witt viele Jahre als Lektor im Reclam-Verlag Leipzig und lehrte ab 1986 am Institut für Literatur »Johannes R. Becher«.
Moderation: Regine Möbius und Friedrich Dieckmann
Veranstaltung des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) - Landesverband Sachsen
Bernhard Viel liest aus »Johann Peter Hebel oder Das Glück der Vergänglichkeit«
Am 10. Mai vor 250 Jahren wurde der Dichter Johann Peter Hebel (1760-1826) geboren. Heute vielerorts fast vergessen, zählte er im 19. Jahrhundert mit seinen »Alemannischen Gedichten« und seinen »Kalendergeschichten« zu den populärsten Volksschriftstellern. Goethe, Tolstoi, Keller, Hesse und andere Kollegen bewunderten ihn, Brecht und Kafka zollten ihm hohe Achtung.
In seiner Biographie erzählt Bernhard Viel das Leben des Dichters. Hierbei zeigt er Hebel als einen Mann, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt, bei dem dieses Trauma aber erstaunliche Kräfte freisetzte.
Bernhard Viel ist promovierter Literaturwissenschaftler. 2001 wurde er mit dem Förderpreis des erstmals vergebenen »Berliner Preises für Literaturkritik« geehrt.
Moderation: Ulf Heise
Eintritt: 3,- / 2,- EUR. Veranstaltung des Sächsischen Literaturrates e.V., des Literaturhauses Leipzig
Joshua Ferris liest aus »Ins Freie« (Luchterhand 2010).
Lesung des deutschen Textes: Jörg Schüttauf
Moderation und Dolmetschen: Dietmar Böhnke
Veranstaltung in Englisch und Deutsch
Eigentlich will Tim Farnsworth nur funktionieren. Im Beruf. In seiner Ehe. Als Vater. Warum auch nicht, hat er doch alles, was ein erfülltes Leben verheißt: Erfolg, Wohlstand, familiäres Glück. Trotzdem steht er eines Tages auf und geht fort. Er macht sich auf den Weg, hinaus ins Freie. Nicht weil er möchte, sondern weil er muss - getrieben in die Abgründe des eigenen Ichs, zerstört er, was er liebt. »Ins Freie« ist eine fesselnde wie beklemmende Parabel auf die Zwänge unserer Gesellschaft und den Irrsinn des modernen Lebens.
Joshua Ferris, 1974 in Illinois geboren, lebt in New York. Er studierte Philosophie und Englisch. Seine Storys erschienen unter anderem in der Anthologie Best American Voices 2005. Ferris debütierte 2007 mit dem internationalen Bestseller »Wir waren unsterblich«, mit dem er für den National Book Award nominiert war. »Ein phantastisches Debüt… furchtbar komisch, furchtbar und komisch.« schrieb Nick Hornby, das Time Magazine lobte: »Eines der besten Bücher des Jahres«.
Der Schauspieler Jörg Schüttauf, 1961 in Chemnitz geboren, absolvierte eine Lehre als Bühnentechniker und besuchte danach die Theaterhochschule »Hans Otto« Leipzig, die er 1986 mit einem Diplom abschloss. Schüttauf ist durch Filme wie »Berlin is in Germany« und durch seine Rolle als Tatortkommissar bekannt geworden. 2005 erhielt er den Adolf Grimme-Preis für den Tatort »Herzversagen«, 2007 noch einmal für »Arnies Welt« (Buch/Regie, Darstellung).
Eintritt 3,-/2,- EUR. Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und des Luchterhand Literaturverlages, mit freundlicher Unterstützung des Amerikanischen Generalkonsulats Leipzig

»Der fremde Gast«
Teilnehmer der Schreibwerkstatt lesen aus ihren Texten
Autorinnen und Autoren der VS-Schreibwerkstatt haben sich nicht an den Schreibtisch gesetzt, nicht die Hände in den Schoß gelegt, nicht auf die Nacht gewartet, nicht schlafend von Inspirationen geträumt. Sie waren unruhig, sie konnten ihn nicht fassen, er entglitt ihnen. Dann aber gaben sie ihm doch Gestalt - dem fremden Gast.
Moderation: Regine Möbius
Veranstaltung des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS)
»Geschichten der Freundschaft. Walter Benjamin zum Gedächtnis«
Preview des Films von David Wittenberg (ARTE/WDR 2010)
Walter Benjamin, Schriftsteller, Philosoph, Literaturkritiker, Medien- und Kulturhistoriker war ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen. Zum 70. Todestag eröffnet eine Hommage Einblicke in das Leben und Denken Benjamins. Seine Freundschaften zu Bertolt Brecht, Gershom Scholem, Theodor und Gretel Adorno stehen dabei im Mittelpunkt.
Vor der Filmvorführung spricht Erdmut Wizisla, Leiter des Walter Benjamin Archivs an der Akademie der Künste Berlin, mit dem Literaturwissenschaftler und Filmemacher David Wittenberg über Benjamin und sein Werk.
David Wittenberg studierte Philosophie und Literaturwissenschaften, lebt in Köln. Er ist Autor von Dokumentationen unter anderem zu Heinrich Heine und Harald Szeemann.
Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und ARTE - Medienpartner des literaturhaus.net
Der Film »Geschichten der Freundschaft. Walter Benjamin zum Gedächtnis« wird am Montag, den 20. September 2010, um 23.30 Uhr erstmals auf ARTE ausgestrahlt.

Geöffnet Mo-Do, 9.00-18.00 Uhr, Fr, 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: en passant-Ausstellung der GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.
Das Lyrik-Schaufenster der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. präsentiert Bücher des Mitteldeutschen Verlages, Halle/Saale.
Geöffnet Mo-Do, 9.00-18.00 Uhr, Fr, 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.