Peter Detert wächst nach der Scheidung der Eltern in Pflegefamilien und Heimen auf. Nach einem Suizidversuch kommt er in die Psychiatrie. Seine Borderline-Erkrankung wird nicht erkannt. Nach Falschtherapien und Zwangseinweisungen wird er kriminell und gilt eine Zeit lang als Deutschlands meistgesuchter Verbrecher. In seinem Buch »Auf der Kippe« (Heyne Verlag 2008) hat Peter Detert seine Lebensgeschichte aufgeschrieben: »Spannend wie ein Thriller« (Welt am Sonntag).
Eintritt: 4,- / 2,- EUR. Veranstaltung des Durchblick e.V. im Rahmen des Festivals »Kunst ist verrückt«
Jenny Erpenbeck in Lesung und Gespräch. Moderation Wolfgang Hörner
»Irgendwann mitten in der Zeit knallt es dann, und das Jahr, das ein Jahr lang Gegenwart genannt wurde, verschwindet aus dieser Gegenwart und verwandelt sich von einer Sekunde auf die andere in Vergangenheit«. Vergangenes und Verlorenes hat Jenny Erpenbeck bereits in früheren Romanen beschäftigt: »Heimat«, sagte sie einmal, »das ist etwas, das man wahrscheinlich erst bemerkt, wenn man es verloren hat.« Heimat steckt auch in den verschwindenden Dingen, von denen die Autorin in ihrem neuen Buch »Dinge, die verschwinden« (Verlag Galiani Berlin 2009) Abschied nimmt: vom Palast der Republik und vom Sperrmüll, von Socken und Erinnerungen, vom einfachen Leben und von Tropfenfängern. Sie geht dem Vergänglichen unserer Welt nach: mit Humor, manchmal mit einer letzten melancholischen Verbeugung.
Jenny Erpenbeck lebt als freie Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin. Nach einer Buchbinderlehre studierte sie Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie. Seit 1991 arbeitete sie zunächst als Regieassistentin und inszenierte danach Aufführungen für Oper und Musiktheater in Berlin und Graz. Ihr Prosadebüt »Geschichte vom alten Kind« wurde 1999 zu einem großen literarischen Erfolg. Ihr Roman »Heimsuchung« wurde 2008 für den Preis der Leipziger Buchmesse (Kategorie: Belletristik) nominiert und mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet.
Jenny Erpenbecks Buch erscheint im gerade gegründeten Galiani Verlag. Dessen Verleger Wolfgang Hörner stellt das erste Programm vor und steht neugierigen Lesern gern Rede und Antwort zu seinen literarischen Projekten.
Veranstaltung des Kuratoriums Haus des Buches e.V. und des Verlages Galiani Berlin

Die »Serpa Pinto« war im Frühjahr 1942 auf der schicksalhaften Route Rio de Janeiro - Lissabon - New York unterwegs. Ihre Passagiere hätten unterschiedlicher nicht sein können. So brachte das Schiff in Brasilien lebende Deutsche, die für Führer und Vaterland kämpfen wollten, zurück nach Europa, während es für jüdische Flüchtlinge, die die alte Welt gerade noch über die Hafenstadt Lissabon verlassen konnten, zur letzten Rettung wurde. »Das Schicksalsschiff« (DVA 2009) der flämischen Autorin Rosine De Dijn erzählt die abenteuerliche Geschichte des portugiesischen Luxusdampfers. Im Dokumentarfilm werden die Ergebnisse ihrer Spurensuche auf eindrucksvolle Art veranschaulicht. Moderation: Mechthild Baus
Eintritt: 3,- / 2,- EUR. Veranstaltung der Gesellschaft zur Förderung der niederländischen Kultur und Sprache GENIKUS e.V. und des Kuratoriums Haus des Buches e.V.
Literarisches Übersetzen ist eine ganz eigene Kunst. Voraussetzungen sind nicht nur das genaue Lesen, sondern auch die Fähigkeit Klang und Rhythmus der Sprache zu erkennen. »Sind Gedichte übersetzbar?« - Diese Frage erörtern die Übersetzer Thomas Eichhorn und Paul Alfred Kleinert. Im Gespräch mit Ralf Pannowitsch werden sie die Besonderheit und Problematik des literarischen Übersetzens erläutern und über die Höhen und Tiefen beim Übersetzen von Versen sprechen.
Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Die Fähre e.V., gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig sowie der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Anmeldung per E-Mail: gzl-kontakt@web.de oder Tel.: 0341/33 101 83
Viel Spannendes rankt sich um die Debüts von Autoren. Waren es geglückte Talentproben, gar schon Meisterwerke, die die Leute von den Stühlen rissen? Oder waren es Flops? Besondere Geschichten und Schicksale werden von Elmar Faber beleuchtet, große Würfe gefeiert. Für die Reihe seiner Graphischen Bücher mit den Erstlingswerken deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts erhielt der Verleger im Jahre 2000 den Antiquaria-Preis. In der Preisurkunde heißt es: »Durch die reizvolle und oft überraschende Kombination von Wort und Bild sind bibliophile Kunstwerke entstanden, deren außerordentliche, Geist und Auge gleichermaßen faszinierende ästhetische Qualität durch Ausstattung und Gestalt der einzelnen Bände aufs Schönste bestätigt wird.«
Veranstaltung des Verlages Faber & Faber Leipzig im Rahmen des Festivals »textenet.de«
Eine Ausstellung des Leipziger Bibliophilen-Abends zum 65. Geburtstag des Graphikers und Illustrators Egbert Herfurth
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Leipziger Bibliophilen-Abend e.V., gefördert vom Kuratorium Haus des Buches e.V.
Ab sofort präsentiert die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. in ihrem Lyrik-Schaufenster Gedichtbände, die im Zusammenhang mit ihren Veranstaltungen und Aktivitäten stehen bzw. zur Bestandspflege der »Leipziger Lyrikbibliothek« gehören. Den Auftakt bilden neuere Lyrikausgaben von Autorinnen und Autoren, die in Sachsen geboren wurden oder beheimatet sind, unter ihnen Katrin Albrecht, Peter Gosse, Kerstin Hensel, Wolfgang Hilbig, Angela Krauß, Reiner Kunze und Helmut Richter.
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
Auszüge aus Büchern von Constanze Zorn
en passant-Ausstellung der GEDOK, Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.
Geöffnet Montag - Donnerstag: 9.00-18.00 Uhr, Freitag: 9.00-15.00 Uhr, und zu den Veranstaltungen
Veranstalter: GEDOK, Gruppe Leipzig/Sachsen e.V.